| Portrait: Mamadou Fall "Wenn Du sprechen kannst, kannst Du singen, wenn Du gehen kannst, kannst Du tanzen." (Afrikanisches Sprichwort) Tanzlehrer Mamadou Fall versteht sich als Hüter der afrikanischen Tradition. Seit 1990 lebt Mamadou in München, wo er als Lehrer für traditionellen Afrikanischen Tanz viele begeisterte Schüler unterrichtet. In Insiderkreisen gelten Tanzstunden bei Mamadou, begleitet von Trommelmusik live, nicht nur als Geheimtipp, sondern auch als einmaliges Kulturereignis. |
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Mamadou ist einer der wenigen Tanzpädagogen, der noch sämtliche traditionelle Tanzformen (Wolof, Serrer, Djola, Malinke) des kulturell so reichen Westafrika und seines Heimatlandes Senegal beherrscht. "Die Kultur ist das, was man auf keinen Fall vergessen darf," sagt Mamadou überzeugt. Für ihn muss der Künstler als Kulturträger ein Vorbild sein. |
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Und weil Mamadou diesen hohen Anspruch selbst lebt und in seinem Tanz ausdrückt, wird er von seinen Schülern respektiert und geachtet. Mamadou Fall ist in Dakar geboren und aufgewachsen. 1966 wird er dort entdeckt, als Maurice Senor Senghor, der Direktor des Theatre National Darsteller für eine Filmrolle sucht. Dieser ist so begeistert, dass er ihn auch gleich für das Ballet National du Senegal engagiert. Noch im selben Jahr findet in Dakar das Festival des Arts Nègres statt. Und hier fällt Mamadou Fall sofort Oliver Johnson und vor allem Katherine Dunham auf. Von der bekannten Choreographin erlernt er die nach ihr benannte Dunham-Technik und erweitert seinen eigenen Tanzstil. |
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Bereits 1967 gewinnt Mamadou Fall beim Festival de la Danse in Hamamed gegen eine Auswahl von Tänzern aus 14 Ländern Europas und Afrikas den ersten Preis als bester Solotänzer. Es folgen fünf Jahre Arbeit mit dem Ballet National du Senegal, wo er zum Maître de Ballet berufen wird.Fortan arbeitet Mamadou Fall als Tanzlehrer, Solotänzer, Choreograph und Schauspieler beim Film hauptsächlich auf der Bühne. Mit seinem Ensemble unternimmt er weltweite Tourneen: 18 Jahre lang bereist er auf unzähligen Gastspielreisen mit dem senegalesischen National-Ballett Europa , Asien, Afrika sowie Nord- und Südamerika. | ![]() |
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Warum es Mamadou gerade nach Deutschland zog? "Von Anfang an war ich in Deutschland am liebsten, hatte hier die meisten Freunde." Entgegen vieler Vorurteile hat Mamadou auch keine Probleme, Europäern den afrikanischen Tanz beizubringen. Ob Anfänger oder Tanzprofis, sie alle schätzen seine unendliche Geduld, spüren seine Liebe zum Tanz, seine Berufung. "Wie die Schüler tanzen, das hängt ganz vom Lehrer ab," sagt Mamadou. |
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